30.10.2018

Rundkurs: IW-Regionalstudien

Ziel: Deutschland verstehen

„Regionalpolitik neu denken“ – unter diesem Titel hatten die Zeitschrift „Wirtschaftsdienst“ und das IW Ende Oktober zu einer Konferenz nach Berlin eingeladen. Im Fokus: Wie geht es welchen deutschen Regionen und welche (wirtschafts-)politischen Initiativen wären nötig, um das weitere Auseinanderdriften von Stadt und Land zu bremsen? Das IW hat zu diesem Thema eine umfangreiche Datenbasis und Fachkompetenz aufgebaut: Wissenschaftler und IW Consult analysieren zum Beispiel Haushalte und Standortfaktoren, Arbeits- und Immobilienmärkte in Ost und West und bis auf Gemeindeebene. So liefern sie wertvollen Input für die Debatte um die Wahrung gleichwertiger Lebensverhältnisse. Eine Übersicht der Erkenntnisse 2018:

01 → 17.04.2018
Eine Analyse von Mieten und Wohnnutzerkosten für 401 Kreise
Kaufen ist aufgrund der stark gefallenen Zinsen seit 2010 in den meisten Kreisen günstiger als Mieten, so auch in Köln, Frankfurt oder Leipzig.

02 → 15.06.2018
Ein komplexes Gebilde; eine sozio-ökonomische Analyse des Ergebnisses der AfD bei der Bundestagswahl 2017
Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen Indikatoren wirtschaftlichen Mangels und dem AfD-Wahlergebnis. Das zeigt sich sogar innerhalb von Städten: In Gelsenkirchen erzielt die AfD ihr bestes Ergebnis mit 20 Prozent im Stadtteil Scholven, dessen Arbeitslosenquote mit 8 Prozent weit unter dem Stadtdurchschnitt liegt – in der Altstadt , dem Viertel mit der höchsten Arbeitslosenquote, erreichte die AfD mit 15 Prozent ihr drittschlechtestes Ergebnis.

03 → 20.06.2018
Investitionen in die Infrastruktur kommen vielerorts zu kurz
Die Länderhaushalte von Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen hatten im Jahr 2017 die höchsten Bauinvestitionsquoten, während Bremen, Nordrhein-Westfalen und Berlin die Schlusslichter bildeten.

04 → 09.07.2018
Süddeutschland profitiert am meisten von erwerbs orientierter Zuwanderung
Bayern kann die meisten Fachkräfte aus Drittstaaten gewinnen, ihr Anteil an den in den letzten vier Jahren zugewanderten Erwerbsmigranten betrug 2017 23 Prozent.

05 → 06.08.2018
Wirtschaftsstandort Hessen: Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen
Bautätigkeit und Baubedarf driften in vielen Großstädten wie Frankfurt und Darmstadt deutlich auseinander.

06 → 15.08.2018
Bildungsmonitor 2018: Teilhabe, Wohlstand und Digitalisierung
Das Saarland hat im Vergleich der Bundesländer die größten Fortschritte in den Handlungsfeldern des Bildungsmonitors erreicht.

07 → 16.08.2018
Wohnen und Arbeiten in Deutschland
Meistens sind die Mieten dort hoch, wo der Arbeitsmarkt boomt – in Südwestfalen, Nordbayern und der Region Jena hingegen gibt es sowohl eine starke Arbeitsnachfrage als auch günstige Mieten.

08 → 10.09.2018
Die Entwicklung der Pflegefallzahlen in den Bundesländern
Mecklenburg-Vorpommern wird im Jahr 2035 mit 7,3 Prozent den höchsten Anteil der Pflegebedürftigen an der Bevölkerung haben.

09 → 10.09.2018
Ingenieurmonitor 2018/II: Der regionale Arbeitsmarkt in den Ingenieurberufen
Die bundesweit größten Engpässe in Ingenieurberufen des Maschinen- und Fahrzeugbaus liegen in Bayern vor, Baden-Württemberg weist die größten Engpässe in Informatikerberufen auf.

10 → 08.10.2018
Studentenwohnpreisindex 2018: Mietpreisunterschiede zwischen Hochschulstandorten weiten sich
Leipzig hat mit fast 80 Prozent das höchste Wachstum von 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen im Vergleich zur Bevölkerung.

11 → 15.10.2018
Die Zukunft des Ruhrgebiets – Wirtschaftliche Lage und Potenziale des größten deutschen Ballungsraumes
In Gelsenkirchen ist die Arbeitslosigkeit mit 13,9 Prozent ruhrgebietsweit am höchsten.

12 → 22.10.2018
Kinderbetreuung – Betreuungslücke sinkt leicht auf 273.000 Plätze
In Bremen haben 18,9 Prozent aller Kinder im Alter unter drei Jahren keinen Betreuungsplatz, obwohl die Eltern einen wünschen – dies ist die höchste Quote in Deutschland.

13 → 26.11.2018
MINT – Qualifizierung und Zuwanderung zur Stärkung von Forschung und Digitalisierung
Der Odenwaldkreis, Dachau, Offenbach, München Stadt und München Landkreis haben bundesweit den höchsten Anteil an Ausländern an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in MINT-Berufen.

14 → 03.12.2018
KI-Forschung und Start-ups in Deutschland: Zahlreiche Zentren
In Bremen und München gibt es die meisten KI-Forschungseinrichtungen, nämlich jeweils sechs.

15 → 20.12.2018
Schrumpfende Boomregionen in Deutschland
Der ausgeprägteste Fall einer schrumpfenden Boomregion ist der Landkreis Helmstedt, der im Beobachtungszeitraum 3,4 Prozent der Bevölkerung verlor und gleichzeitig die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um ein Sechstel steigern konnte.

16 → 27.12.2018
Die Erschwinglichkeit von Wohnraum
In Salzgitter bekommt man für 26 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens die meiste Wohnfläche, nämlich 109,3 m2.

17 → 31.12.2018
Familien müssen für die gleiche Betreuung in der Kita unterschiedlich viel zahlen
Saarbrücken verlangt mit bis zu 368 Euro monatlich für die Betreuung von anderthalbjährigen Kindern bundesweit am meisten.

18 → 04.01.2019
Ostdeutschland: Rückstand bei Investitionen und Beschäftigung
Trotz der fast gleichen Produktionserwartungen sind die Investitions- und Beschäftigungsperspektiven in Ostdeutschland deutlich geringer als im Westen. Das treibt Ost und West weiter auseinander.

19 → 04.01.2019
The case of North Rhine- Westphalia: Impact of housing market transformation in Germany on affordable housing
Private Wohnungsunternehmen vermieten teilweise günstiger als kommunale Anbieter, beispielsweise in Bonn, Essen oder Bielefeld.

20 → 04.03.2019
Alterung der Gesellschaft im Stadt-Land-Vergleich
Suhl schrumpft am schnellsten.

21 → 11.03.2019
Starke Preiszuwächse auch abseits der Metropolen
Freising verzeichnet bundesweit die größte Wertsteigerung für Eigenheime: Der Zuwachs betrug zwischen 2013 und 2018 rund 93 Prozent.

 

Koordinaten
52°30′48.7″N 13°23′07.4″E
(Hamburgische Landesvertretung, Berlin)

 

Crew
IW

IW Consult