Anna Lipp (Gestaltung Web), Nicolas Schöneich (Projektleitung, Redaktion), Kerstin Rosenkranz (Konzeption), Judith Luyken (Projektmanagement), Harro Klimmeck (Gestaltung Print), Klaus Chevalier (Konzeption), Lena Wolff (Infografik, v.l.). Es fehlen: Fabian Gaber (Gestaltung Web/Print), Sabine Latorre, Hans Joachim Wolter (beide Redaktion), Eckhard Langen (Gestaltung Print)

Wir. Hier.

Kommunikationsangebot der Chemieverbände Rheinland-Pfalz, konzipiert und umgesetzt von der IW Medien. Kombination aus Print und Webseite mit regionalem Bezug und Bezug zur Branche. Eines von zwei crossmedialen Projekten, die die IW Medien 2017 für die Chemiebranche gestartet hat. Das Zweite: „Die Chemie. Dein Arbeitgeber.“, eine Webseite und App für den BAVC.

2017 stand für die IW Medien stark im Zeichen der Chemie. Die Agenturtochter des IW hat zwei große Projekte für Branchenverbände an den Start gebracht: „Wir. Hier.“ für die Chemieverbände Rheinland-Pfalz und „Die Chemie. Dein Arbeitgeber.“ für den Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC). Was die Projekte ausmacht und was sie bezwecken:

Anforderung
Mit „Wir. Hier.“ wollen sich die rheinland-pfälzischen Chemieverbände kommunikativ prägnanter positionieren – als wichtige Branche in ihrem Bundesland: Die Inhalte der achtmal jährlich erscheinenden 16-seitigen Zeitung im Magazinstil und der Webseite www.wir-hier.de haben daher ganz überwiegend Bezug zum Land sowie zu Chemiethemen und sind somit nah an den Lesern. Welches Unternehmen bringt welche Innovation auf den Markt? Wie wirken sich Protektionismus und Digitalisierung auf rheinland-pfälzischer Ebene aus? Wie arbeiten welche Menschen in den Chemiefirmen? „,Wir. Hier.‘ will aber noch mehr“, sagt Nicolas Schöneich, Redakteur und zuständiger Projektleiter bei der IW Medien. „Wir erklären naturwissenschaftliche Phänomene, zeigen, wo im Alltag überall Chemie drin steckt und geben auch Freizeittipps – wir liefern also Nutzwert und Informationen, die weit über die Chemiebranche hinaus interessant sind.“ Deshalb umfasse das „Wir.“ im Namen nicht nur die Chemieunternehmen und ihre Mitarbeiter: „Den Chemieverbänden Rheinland-Pfalz ging es von Anfang an darum, ein Gemeinschaftsgefühl auf Bundesland-Ebene zu schaffen.“

Die Gemeinschaftsidee steht auch hinter „Die Chemie. Dein Arbeitgeber.“ (DCDA). Auf der Webseite www.chemie-arbeitgeber.de kommuniziert der BAVC in die Chemieunternehmen, um tarif-, sozial- und wirtschaftspolitische Themen und Herausforderungen aufzugreifen. Führungskräfte und Mitarbeiter werden über das „Dein“ als Teil der Branche angesprochen und zur Identifikation mit den und zum Nachdenken über die Themen der Kampagne angeregt: Wie ist die weltweite Wettbewerbssituation? Welchen Einfluss haben die Pläne der GroKo? Welche Veränderungen kommen auf Unternehmen und Beschäftigte durch Megatrends wie Industrie 4.0 zu – und wie können Branche und Firmen darauf reagieren? Die App „Die Chemie-Arbeitgeber“ wiederum richtet sich exklusiv an Entscheider in der Branche. Über sie veröffentlicht der BAVC Informationen und Sprachregelungen, die für Führungskräfte in der personalpolitischen Arbeit, bei Mitarbeiterversammlungen oder während der Tarifrunde wichtig sein können.

 

Umsetzung
Der crossmediale Ansatz von „Wir. Hier.“ spielt die Stärken zweier Medien aus: Die Zeitung, erstmals erschienen Mitte September 2017, erreicht die Mitarbeiter entweder im heimischen Briefkasten oder im Firmenpostfach. Jede Ausgabe widmet sich auf mehreren Seiten in Infografiken, Interviews und Reportagen einem Schwerpunktthema wie „Energie“ oder „Frauen in der Chemie“, Rubriken wie „Mein Arbeitsplatz“ porträtieren Mitarbeiter im Joballtag. „Online setzen wir neben multimedialen Ergänzungen dieser Formate vor allem auf Aktualität, Mitmachaktionen und Nutzwert“, erklärt Schöneich: „Wichtige Branchennews laufen direkt auf der Startseite ein, User können in der Rubrik #wirhier ihre schönsten Fotos aus Rheinland-Pfalz einreichen und uns auch Veranstaltungstipps übermitteln. Und ab dem Sommer werden wir auch Experimentiervideos für Kinder veröffentlichen.“ Gerade Angebote wie der Eventkalender und die Freizeittipps ziehen viele branchenfremde User an.

DCDA widmet sich den Themen, die die Branche bewegen, in sogenannten Content-Sprints. Dabei beleuchten über einen längeren Zeitraum gespielte Formate wie Erklärvideos, FAQs, Reportagen und Infografiken Teilaspekte des Oberthemas, mit dem verbindenden Anspruch, leicht nachvollziehbar und praxisnah zu sein. Live gegangen war die BAVC-Kampagne Anfang September 2017 mit dem Thema Bundestagswahl, seitdem folgten Arbeiten 4.0 und ein Sprint zum Chemiestandort Deutschland. „Durch die Sprints setzen wir Themen, auf die wir dann tief und breit eingehen können“, erläutert Schöneich. „Und durch die Medienvielfalt stellen wir sicher, dass wir Leute, die gerne lesen, genauso erreichen wie die, die lieber Videos sehen oder Statistiken analysieren.“ Zur engen Rückkopplung mit den Zielgruppen gibt es auf der Webseite ein Formular, über das Nutzer Themenvorschläge für den nächsten Content-Sprint einreichen können.

Bei der Konzeption der BAVC-App waren Nutzerfreundlichkeit und Klarheit der Botschaften entscheidend: „Wir haben uns für sogenannte Flash-Cards entschieden, weil sie den Anforderungen des Kunden am besten entsprechen“, sagt Projektleiter Schöneich. Die Oberfläche der App zeigt dabei die Kartenvorderseiten mit kurzen, plakativen Inhalten; durch simplen Daumendruck gelangen die Nutzer auf die Kartenrückseite, wo sie vertiefende Informationen finden. „Eine Karte ist in wenigen Minuten erstellt oder aktualisiert und deshalb gut für die zeitkritische Kommunikation. Der passwortgeschützte Zugang sichert die Exklusivität und stellt sicher, dass auch nur diejenigen die Informationen bekommen, die sie auch erhalten sollen.“

Bedeutung
Beide Projekte profitieren vom über Jahrzehnte gewachsenen Kontaktnetz der IW Medien-Redakteure in die Chemieunternehmen sowie davon, dass die Texter, Grafiker und Kommunikationsspezialisten bei der Umsetzung auf den Wissensschatz des IW zurückgreifen können. Ob Digitalisierung, die Pharmabranche, die Zukunft des Rentensystems oder die Bedeutung von Sozialpartnerschaft – für alle wirtschaftsrelevanten Themen hat das IW ausgewiesene Experten, die mit Fakten und Statements unterstützen. Und die Erfahrung der IW Medien etwa in Konzeption und Design von Webseiten und Printprodukten sowie in Gestaltung und Erstellung von Infografiken stellt sicher, dass die Informationen in beiden Projekten nicht nur gut aufbereitet, sondern auch attraktiv verpackt sind – und so beim User und Leser ankommen.

„Die Kombination von ausgewiesener inhaltlich-fachlicher Kompetenz sowie innovativem kommunikativem und medialem Umsetzungs-Know-how – das ist die eigentliche Stärke der IW Medien“, betont Axel Rhein, Vorsitzender der IW Medien-Geschäftsführung. „Beide Projekte zeigen, wie die Kommunikation der Zukunft aussieht.“

Wan|del
Prozess des Übergangs von einem Zustand in einen anderen. Je nach kommunikativer Absicht mit „Chance“, „Herausforderung“ oder „Risiko“ attribuiert. Unterschiedlich stark steuerbar; als gesellschaftlicher Wandel kaum, als technologischer besser. Bewegt die Chemie unter anderem mit Blick auf die Digitalisierung und Veränderungen der Weltmärkte.

Welt|wirt|schaft
Gesamtheit der Wirtschaftsbeziehungen zwischen allen Volkswirtschaften der Welt. Komplexer Zusammenhang, der in den Chemieprojekten auf Branche und Firmen, Deutschland und die Bundesländer heruntergebrochen wird, um direktere Betroffenheit und größere Verständlichkeit zu erzielen.

Wett|be|werbs|fä|hig|keit
An Faktoren wie Arbeits- und Energiekosten, Infrastruktur und (Aus-)Bildungsniveau festzumachende Position eines Unternehmens, einer Branche oder Volkswirtschaft innerhalb der jeweiligen Vergleichsgruppe. Durch das Wachstum der ⇒ Weltwirtschaft nur im globalen Kontext sinnvoll zu betrachten.